Zwei Tage, zwei wichtige Themen und eine gemeinsame Botschaft: Helfen kann einfacher sein, als man denkt.
Am 23. September 2026 wurde es in der Aula des Gymnasiums Groß Ilsede emotional: Für die Jahrgänge 11 bis 13 fand eine Informationsveranstaltung der DKMS statt. Organisiert wurde die Aktion von Rojin Simsek, Leonhard Oelve und Leni Echte, die sich im Rahmen ihres Seminarfach-Projekts bei Herrn Brinkmann und Herrn Graf für eine Kooperation mit der DKMS entschieden hatten.
Ihre Idee dahinter? Etwas Gutes bewirken und vielleicht einen kleinen Teil dazu beitragen, ein Menschenleben zu retten.
45 Minuten, die zum Nachdenken anregen
Während des rund 45-minütigen Vortrags erklärte Anneke, eine ehrenamtliche Mitarbeiterin der DKMS, was Blutkrebs eigentlich bedeutet, wie eine Stammzellspende abläuft und warum es so wichtig ist, möglichst viele potenzielle Spenderinnen und Spender zu registrieren.
Denn Leukämie und andere Blutkrebserkrankungen können grundsätzlich jeden Menschen treffen. Für viele Erkrankte ist eine Stammzellspende eine entscheidende Behandlungsmöglichkeit. Das Problem: Damit eine Spende möglich wird, muss zunächst ein passender genetischer Zwilling gefunden werden.
Je mehr Menschen sich registrieren lassen, desto größer ist die Chance, dass für einen erkrankten Menschen irgendwo auf der Welt ein passender Spender gefunden werden kann.
Besonders eindrucksvoll wurde der Vortrag durch die persönlichen Erfahrungen eines ehemaligen Schülers unserer Schule: Aaron, der vor zwei Jahren sein Abitur am Gymnasium Groß Ilsede gemacht hat, berichtete von seiner eigenen Stammzellspende. Statt nur theoretisch über eine Spende zu sprechen, konnte er erzählen, wie es sich tatsächlich anfühlt, einem unbekannten Menschen möglicherweise eine neue Lebenschance zu geben.


Drei Stäbchen, zehn Minuten und vielleicht eine riesige Wirkung
Am 24. September wurde es dann praktisch. Wer sich für eine Registrierung entschied, konnte direkt an der Schule in den beiden großen Pausen mitmachen.
Der Ablauf war erstaunlich unkompliziert:
- QR-Code scannen und online registrieren.
- Persönliche Daten eingeben.
- Mit drei Wattestäbchen jeweils etwa eine Minute an der Wangenschleimhaut entlangstreichen.
- Die Stäbchen anschließend rund zwei Minuten trocknen lassen.
- Die Proben abgeben.
Zeitaufwand: maximal etwa zehn Minuten.
Mehrere Minuten Aufwand also – mit der Möglichkeit, irgendwann für einen Menschen zum entscheidenden genetischen Match zu werden. Und die Fotos zeigen: Es haben sich einige SchülerInnen des GGI dazu entschieden! Danke dafür!


Unsere Schule erweitert das Register
Mit der Aktion hat das Gymnasium Groß Ilsede einen kleinen Beitrag dazu geleistet, das weltweite Register potenzieller Stammzellspender zu erweitern. Ob tatsächlich irgendwann jemand aus unserer Schule als passender Spender ausgewählt wird, weiß heute niemand. Genau darin liegt aber auch der Gedanke hinter der Aktion: Man weiß vorher nicht, ob und wann die eigene Registrierung gebraucht wird.
Rojin, Leonhard und Leni wollten mit ihrem Seminarfach-Projekt deshalb nicht einfach nur eine Veranstaltung organisieren. Sie wollten Aufmerksamkeit schaffen – für ein Thema, bei dem aus einem scheinbar kleinen persönlichen Schritt irgendwann eine große Hilfe für einen anderen Menschen werden kann.
Und damit war die Woche noch nicht vorbei
Am 24. September stand für die Oberstufe außerdem ein zweites wichtiges Thema auf dem Programm: Organspende. Auch hierzu gab es eine Informationsveranstaltung, die sich mit der Frage beschäftigte, was es bedeutet, anderen Menschen über den eigenen Tod hinaus zu helfen.
Damit standen innerhalb von zwei Tagen zwei Themen im Mittelpunkt, über die man vielleicht nicht jeden Tag nachdenkt, die aber im Ernstfall eine enorme Bedeutung bekommen können.
Stammzellspende. Organspende. Zwei unterschiedliche Formen der Hilfe – und beide zeigen: Manchmal beginnt etwas Großes mit einer ziemlich kleinen Entscheidung.






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