An zwei Tagen durfte unsere Schule Gastgeberin eines ganz besonderen inklusiven Theaterprojekts sein. Gemeinsam mit dem Verein FIPS – Verein zur Förderung und Integration psychisch kranker Menschen arbeiteten freiwillige Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 12 und 13 mit etwa 14 Gästen aus Peine und Lehrte zusammen. Begleitet wurden diese von Mitarbeitenden aus beiden Werkstätten, um in Groß Ilsede gemeinsam Theatererfahrungen zu sammeln.

In vielen abwechslungsreichen Übungen ging es um Wahrnehmung, Vertrauen und das Miteinander. Daraus entstanden jeden Tag kleine Spielszenen in Gruppen. Es wurde viel gelacht, aber auch intensiv zugehört und ausprobiert. Besonders eindrücklich waren sinnliche Erfahrungen wie das Sich-führen-Lassen mit verbundenen Augen durch die Schule – Momente, die Mut erforderten und großes Vertrauen schufen.

Nach zwei intensiven Tagen voller Gespräche, Theaterexperimente und ehrlicher Begegnungen gingen die Gäste mit dem Wunsch, dieses Projekt zu wiederholen oder sogar regelmäßig fortzuführen. Für alle Beteiligten wurde deutlich: Offenheit, gegenseitige Wertschätzung und eine nicht wertende Haltung können etwas Besonderes entstehen lassen – und hinterlassen sehr positive Erfahrungen, die noch lange nachwirken.

Text: Helge Meyer