Viel Sonne, viel Geschrei und jede Menge Aha-Momente: Am 25. August stand für den Jahrgang 13 statt normalem Unterricht ein etwas anderer Schultag auf dem Programm. Beim Verkehrssicherheitstag von ADAC und Polizei konnten rund 75 Schülerinnen und Schüler hautnah erleben, was im Straßenverkehr passieren kann – und warum ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit manchmal schon zu viel ist.

Organisiert wurde der Aktionstag von Herrn Kupsch und Herrn Bondzio, die dafür sorgten, dass die Schülerinnen und Schüler an verschiedenen Stationen ordentlich auf die Probe gestellt wurden. Und das bei bestem Sonnenbrillenwetter!

Wenn das Auto plötzlich auf dem Dach liegt

Besonders spektakulär ging es beim Überschlagssimulator zu. Hier wurde es ernst: Die Teilnehmenden mussten sich aus einem überschlagenen Auto befreien. Was in der Theorie vielleicht einfach klingt, fühlt sich in der Realität deutlich anders an. Kopfüber im Fahrzeug hängen, sich orientieren und dann auch noch ruhig bleiben – dafür brauchte es vor allem Mut, Geschick und starke Nerven. Dass dabei das eine oder andere Mal lautstark geschrien wurde, gehörte definitiv dazu.

Auch das Crashtestfahrzeug machte eindrucksvoll deutlich, welche Kräfte bei einem Unfall wirken können. Spätestens hier wurde klar: Ein Sicherheitsgurt ist kein lästiges Accessoire, sondern kann im entscheidenden Moment Leben retten.

Eine weitere Station stellte eine typische Fehleinschätzung auf die Probe: Beim Bremsversuch sollten die Schülerinnen und Schüler zunächst einschätzen, wie lang der Bremsweg bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten ist. Anschließend zeigte der praktische Versuch, wie schnell aus „Ich schaffe das noch!“ ein ziemlich langer Weg werden kann.

Der Bremsweg wächst eben nicht einfach ein bisschen mit der Geschwindigkeit – und genau das wurde hier nicht nur erklärt, sondern sichtbar und erlebbar gemacht.

Fußballtippen mit 20 km/h? Lieber nicht!

Weniger spektakulär sah es zunächst beim Ablenkungsparcours mit dem E-Kart aus (siehe Titelbild). Die Aufgabe: eine Strecke mit Begrenzungspylonen fahren und gleichzeitig beispielsweise Fußballvereine eintippen. Klingt machbar? In der Praxis zeigte sich schnell: Beides gleichzeitig ist gar nicht so einfach.

Ein kleiner Tippfehler hier, ein übersehener Pylon dort – und schon wurde deutlich, wie stark Ablenkung die Aufmerksamkeit beeinflusst. Was im E-Kart für einige Lacher sorgte, hatte eine ernste Botschaft: Wenn schon eine harmlose Nebenaufgabe die Konzentration beim Fahren beeinträchtigt, wie gefährlich können dann Handy, Nachrichten oder andere Ablenkungen im echten Straßenverkehr werden?

Rauschbrillen und Reality-Check

Auch die Polizei hatte einige Stationen vorbereitet. Rund um die Themen Alkohol, Drogen und Verkehrstüchtigkeit konnten die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen erweitern und verschiedene Rauschbrillen ausprobieren. Anschließend standen Koordinationsspiele auf dem Programm.

Die Brillen simulierten unterschiedliche Rauschzustände und machten auf ziemlich eindrucksvolle Weise klar, wie sehr sich Wahrnehmung und Koordination verändern können. Gerade die Kombination aus Theorie und anschließendem Selbstversuch machte die Station besonders anschaulich.

Nicht nur für Schülerinnen und Schüler

Übrigens: Nicht nur der Jahrgang 13 musste sich den Herausforderungen stellen. Auch Lehrkräfte testeten die verschiedenen Stationen und konnten dabei feststellen, dass Überschlagssimulator, Ablenkungsparcours und Co. niemanden automatisch verschonen.

Am Ende blieb vor allem eines hängen: Verkehrssicherheit ist kein Thema, das man erst nach dem Führerschein ernst nehmen sollte. Der Aktionstag zeigte auf eine sehr praktische Art, wie schnell Geschwindigkeit, Ablenkung oder eingeschränkte Wahrnehmung gefährlich werden können.

Und so ging für den Jahrgang 13 ein ungewöhnlicher Schultag mit Sonne, Adrenalin, einigen Schreien und hoffentlich einigen neuen Erkenntnissen zu Ende. Denn besser einmal im Simulator erschrecken als einmal im echten Straßenverkehr.

Danke an unsere Gäaste vom ADAC und der Polizei